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Reisen

Die Küste von Portugal Lissabon bis Algarve

Nachdem wir Lissabon nach 4 Nächten schweren Herzens den Rücken gekehrt haben. Nach ein paar „Unstimmigkeiten“ endlich unser Mietauto übernehmen konnten (alles dazu im Beitrag über Lissabon) war es dann soweit, der Roadtrip an der süd-west Küste von Portugal konnte beginnen. Zu Beginn der Reise waren schon ein paar Dinge, die ich für wichtig hielt bereits fix geplant und gebucht.

Dazu zählten:

  • Hinflug nach Lissabon
  • Apartment in Lissabon
  • Mietauto ab Tag 5 zur Abholung in Lissabon und Rückgabe in Faro
  • Rückflug von Faro und die Übernachtung in einem Airporthotel vor Ort, da der Flug bereits um 5 Uhr früh ging :/

Endlich Strand, an der Küste von Portugal

Nach dem Aufenthalt in Lissabon wollten wir erst mal unbedingt mit dem Auto an den Strand. Wir haben uns dann irgendwo im Nationalpark Sintra-Cascais einen Parkplatz gesucht und sind bei einem kleinen Strand samt Mini Strandbar Hütte gelandet. Das Wasser war eisig und die Wellen richtig hoch, aber für Zehenspitzen heineinhalten hat es gereicht. Ein paar Stunden Sonne, Strand und Meerluft genießen war die richtige Einstimmung auf den weiteren Urlaub.

Von diesem Stop gibt es kein einziges Foto und da wir auch kein Handy oder so dabei hatten, haben wir total die Zeit übersehen. Wir hatten nämlich mit unserem nächsten Host ausgemacht, dass wir gegen späten Nachmittag ankommen würden. Die Fahrt dorthin dauerte allerdings etwas, denn die nächste Unterkunft wir mitten im Parque Natural da Arrábida gelegen.

Naturpark Arrábida – schnorcheln, kajaken und ein Pool ganz für uns

Dieser Naturpark liegt westlich von Setúbal und unser Apartment war eines von 2 Zimmern, die auf einem privaten Weingut mitten in den Weinbergen, vermietet werden. Wir wurden richtig nett vom Vater des Hosts begrüßt der uns gleich alles zeigte und auch vor wilden Wildschweinen warnte. Das Highlight war ein großer Pool, der direkt mit Blick auf die Weinberge und den Sonnenuntergang gelegen war. Auch vom selbstgemachten Portwein mussten wir unbedingt kosten. Ich trinke ja mittlerweile fast gar keinen Alkohol mehr, hier mehr dazu warum. Aber bei diesem Wein würde ich jederzeit eine Ausnahme machen, so gut ist er.

baden im Pool im Sonnenuntergang
Was für ein Sonnenuntergang.

Hauseigenes Frühstück

Auch das hausgemachte Frühstück, von der Mutter des Hosts, war der absolute Wahnsinn. Die hauseigene Feigenmarmelade mit dem typischen portugiesischen Weichkäse „Requeijão Serra da Estrela“ aus Molke, hat es mir ganz besonders angetan. Dazu gab es frisches Obst, von den eigenen Obstbäumen und frisch gepressten Orangensaft. Der Frühstückswagen wurde uns am Morgen vor die Tür geliefert und wir durften uns ein Plätzchen im Garten suchen. Eindeutig eine der schönsten Unterkünfte überhaupt. Die Gäste im anderen Zimmer kamen in der Nacht und brachen im Morgengrauen schon wieder auf, unvorstellbar wie man sich dieses Frühstück mit diesem Ausblick entgehen lassen kann.

Frühstück am Pool
So könnte gerne jeder Tag starten, mit Frühstück am Pool.

Kajak und Schnorchel Ausflug

Ein besonderes Erlebniss war der spontane Ausflug mit unserem Host, der auch Kajak und Schnorcheltrips organisiert. Da wir bei ihm wohnten bekamen wir einen Sonderpreis und durften uns spontan anhängen. Mit Neoprenanzug, Schnrochelmasken und Kajaks ausgerüstet erkundeten wir am Strand Praia do Creiro die Felseninsel Anixaan. Neben Klippenspringen, Kajaken und Schnorcheln war ein Picknick auf den Felsen die optimale Ergänzung für einen wirklich gelungenen Tagesausflug. Wir unternehmen eigentlich, sofern es möglich ist immer alles auf eigene Faust. Aber es war wirklich schön zur Abwechslung auch mal einen Tag von einem Einheimischen begleitet zu werden, der auch viel über die Natur und das Land zu erzählen wusste.

Eigentlich wollten wir unseren Aufenthalt von 2 Nächten noch verlängern aber da es noch so viel zu entdecken gab zog es uns dann doch weiter. Eigentlich war unser Plan auf einem Campingplatz einen Caravan oder eine Hütte zu mieten. Aber nach 2 erfolglosen Versuchen, buchten wir dann doch ein Zimmer in einer Art Frühstückspension. Die Pension lag mitten in Vila Nove de Milfontes, das etwas weiter südlich lag als wir eigentlich schon wollten. Da wir aber nun einen Schlafplatz für die nächsten 3 Nächte gefunden hatten, verbrachten wir den Rest des Tages am Santo André Beach. Spätestens da wurde mir klar, dass ich unbedingt Kitesurfen lernen will. Bisher hat es leider immer noch nicht geklappt, aber diesen Sommer soll es soweit sein.

große Welle am Santo Andre Beach
Und weg war er, verschwunden unter der Welle am Santo André Beach.

Vila Nova de Milfontes an der Küste von Portugal

Am Abend deckten wir uns noch mit einer Flasche Wein beim örtlichen Kramer ein und verbrachten den Abend in einer Decke eingewickelt, auf unserer Terrasse. Mit Blick auf das Meer – einfach kitschig schön 🙂 trotz der schon etwas kühleren Septembernacht.

Wandern am Fishermanstrail an der Küste von Portugal

Entlang der Küste von Portugal führt der Fishermanstrail oder Fischerpfad, er ist ein beliebter Teil des Rota Vicentina, das Netz aus Wanderwegen in Portugal, genannt wird. Dieser Fischerpfad geht auch an Vila Nova de Milfontes vorbei und so wollten wir zumindest einen kleinen Teil der Etappe mitnehmen. Wer das Meer liebt und gerne wandert, dem kann ich diesen Weg nur schwer empfehlen. Er ist die meiste Zeit ein sandiger Pfad mit einem unglaublichen Ausblick auf das Meer. Wird aber auch ganz schön anstrengend und ausgesetzt.

Fishermans Trail Portugal Meer und Strand Ausblick
Am Fishermans Trail.

Genau an diesem Tag war es extrem heiß, somit kamen wir leider nicht ganz so weit wie wir wollten. Dafür fanden wir aber einen perfekten menschenleeren Strand zum Abkühlen. Per Zufall entdeckten wir dann auch das Wassertaxi, dass uns dann über den Rio Mira, der hier ins Meer mündet, zurück nach Vila Nova brachte. Dass wir nicht den ganzen Weg wieder zurück gehen mussten, war an diesem Tag eine echte Erleichterung.

Essen in Vila Nova de Milfontes

Zwei Lokale in Vila Nova de Milfontes haben uns wirklich begeistert. Am ersten Tag reservierten für den kommenden Abend einen Tisch im Restaurante Tasca do Celso, dort aßen wir einen „Caldeirada de peixe“, also einen Fischeintopf. Selbst ich, die Fisch nur ganz selten isst, war so begeistert vom Geschmack und den verschiedenen Sorten an Fisch die darin zu finden sind, dass ich mehr als genug davon verdrückte. Zum Glück können wir beide viel Essen denn die Portion hätte wohl auch für 3-4 Personen gereicht.

Ein weiteres Highlight ist das Lokal A Choupana, die Lage direkt vorne am Meer ist einfach wunderschön. Wir hatten auch einen Tag vorher schon einen Tisch im Lokal reserviert, beim Frühstück sprachen wir ein paar Worte mit anderen Gästen. Diese hatten für den selben Abend in beiden genannten Lokalen ein Tisch bestellt. Da es aber unsere letzte Nacht in der Stadt war überließen sie uns dann netterweise ihre Reservierung. Warum das so besonders war, die beiden hatten den absoluten Traumtisch ganz vorne an der Ecke mit dem Besten Blick aufs Meer bekommen. Hier hatten wir beim Essen einen perfekten Blick auf den Sonnenuntergang und das Meer. Das Essen schmeckte auch richtig gut, aber vor allem dieser Ausblick ist mir in Erinnerung geblieben.

Sonnenuntergang in Vila Nova de Milfontes an der Küste von Portugal
Sonnenuntergang über dem Restaurant A Choupana in Vila Nova de Milfontes.

Ausflug nach Cavaleiro zum Leuchtturm und Knight Beach

Einer unserer Tagesausflüge von Vila Nova de Milfontes führte uns nach Cavaleiro. Hauptgrund dafür war eigentlich ein in der Nähe gelegener Strand, den wir aber nicht gleich auf Anhieb fanden. Statdessen führte uns die Straße zu diesem Leuchtturm, worüber ich mich auch sehr freute.

Der Leuchtturm „Farol do Cabo Sardão“

An der Küste von Cavaleiro steht der „Farol do Cabo Sardão“ der erste Leuchtturm an dem wir in Portugal vorbei gekommen sind. Seit meinen Urlauben in Skandinavien mag ich Leuchttürme wahnsinnig gerne. Am Liebsten würde ich in einem alten Leuchtturm wohnen, dann wäre das Bett ganz oben in der Glaskuppel 😉 .

Leider war das Gelände um den Leuchtturm herum eingezäunt, also leider nicht zugänglich, aber wir hatten zumindest einen schönen Blick aufs Meer.

Ausblick auf das Meer von der Küste bei Cavaleiro in Portugal
Ausblick aufs Meer.

Der Knight Beach an der Küste von Portugal

Nachdem wir die richtige Zufahrt nicht gefunden hatten ging es dann eine ganze Weile zu Fuß einen Trampelpfad entlang. Als wir uns schon gar nicht mehr sicher waren, wo hier bei der steilen Felsküste ein Strand sein sollte, waren wir da. Ein Trampelpfad, führt hinunter zum Knight Beach, oder „Praia do Cavaleiro“ genannt wird. Der Strand liegt wirklich etwas versteckt, aber er war die Anstrengung auf jeden Fall mehr als wert. Bis uns die Flut zum Aufbruch zwang verbrachten wir hier ein paar entspannte und einsame Stunden.

Panoramo vom Felsen in der Mitte des Knightbeach an der Küste von Portugal
Der Knight Beach, links und rechts vom Felsen.

Beach Day in São Teotónio

Bevor wir uns weiter südwärts, auf in die Algarve machten, verbrachten wir noch einen weiteren Tag am Strand. Dieses Mal fuhren wir zu einem etwas größerer Strand der auch mehr besucht war dem Praia do Carvalhal.

Am Strand „Praia do Carvalhal“

Auch wenn es hier etwas belebter ist, alles war trotzdem sehr entspannt Anfang September. Vor allem viele Surfer und Einheimische waren an diesem Tag dort. Sehr gelegen kam uns auch die SnackbarCarvalhal Beach Nature“, zu der auch eine Surfschule direkt vor Ort gehört. Bevor wir uns zur Weiterfahrt aufmachten, gönnten wir uns hier auch noch einen richtig guten Burger.

In diesem Beitrag geht es um die Algarve.

Welche abgelegenen Strände in Portugal gibt es denn noch, die man unbedingt gesehen haben muss?

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