Kopfschmerzen Rücken mit Kolibri Tattoo auf Schulter
Migräne

Kopfschmerzen meine leider treuen Wegbegleiter

Die Geschichte von mir und den Kopfschmerzen die mir leider immer wieder für ein paar Tage im Monat meine Freiheit rauben.

Im Nachhinein finde ich es schwierig genau zu sagen seit wann ich Kopfschmerzen habe, ich vermute aber dass es 2015 begonnen haben. Ich habe mir damals nicht so wirkliche Gedanken darüber gemacht. Kopfweh halt, mal stärker mal schwächer aber es kam immer öfter. Auch die Begleiterscheinungen wie Empfindlichkeit gegenüber Licht oder Lärm, Übelkeit und das Gefühl das ich mich jetzt einfach zusammenrollen und schlafen will kamen mit der Zeit dazu. Wahrscheinlich habe ich das auch lange verdrängt. Bis ich von meinen Freunden aus der Arbeit darauf angesprochenen wurde wie oft ich eigentlich Kopfweh habe. Wir kamen dann so auf die 4 bis 6 Mal im Monat.

Migräne und Spannungskopfschmerzen

Ich habe mich dann von meinem Hausarzt zu einem Neurologen überweißen lassen um meinen Kopf durchchecken zu lassen. Bei dem Termin wurde ein EEG gemacht und die Halsschlagader geprüft, also ob hier eh nichts „verengt“ ist. Es kamzum Glück nichts auffälliges dabei heraus, doch im Gespräch mit dem Arzt wurde klar, dass ich neben Migräne vermutlich auch Spannungskopfschmerzen habe. Was genau der Unterschied zwischen beider Formen von Kopfschmerzen ist, ist selbst für mich nicht immer ganz erkennbar. Aber eigentlich gilt:

Spannungskopfschmerzen: Bewegung, vor allem an der frischen Lift, machen die Schmerzen erträglicher, der Schmerz ist oft a ganzen Kopf und dumpf drückend

Migräne: jede Bewegung ist unmöglich, am Besten liegen im dunklen Raum und Stille, der Schmerz ist eher einseitig und pocht , sehr oft mit starker Übelkeit verbunden

Ich habe dann damals auch, auf Auftrag von meinem Neurologen, angefangen ein Kopfschmerztagebuch zu führen. Aber weil ein Zettel alles andere als praktisch ist, habe ich auf der Suche nach einer Alternative die Migräne-App der Schmerzlinik Kiel gefunden. Hier kann ich per Schnelleintrag tracken wann ich Migräne oder Spannungskopfschmerz habe, wie lange es anhält und was ich dagegen einnehme.

Alltag mit Kopfschmerzen

Ganz klar haben die Kopfschmerzen Auswirkungen auf meinen Alltag. Meistens treten sie am Wochenende auf, so dass es sich zwar nicht so große Auswirkungen auf meinen Beruf hat. Aber meine Freizeit hat schon sehr oft darunter gelitten. Wenn die Migräne anfängt bin ich sehr schnell wie „gelähmt“ ich muss meinen Kopf in einer bestimmten Position halten und mich so schnell wie möglich hinlegen. Meistens kommt dann starke Übelkeit dazu und mein Körper ist total schwach. Manchmal dauert es ein paar Stunden oder auch schon mal mehrere Tage. Klar so sind schon viele Wochenenden mit im Bett liegen und schlafen draufgegangen. Was mich natürlich dann auch richtig ärgert. Ich habe schon oft das Gefühl etwas zu verpassen.

Unterstützung von Familie und Freunde

Was aber so wichtig ist, meine Freunde, meine Familie und vor allem mein Freund sind die beste Unterstützung die ich mir nur vorstellen kann. Es kommt vor, dass ich Treffen mit einem kurzen WhatsApp absage. Darin steht oft nur „sorry hab Migräne“, mehr kann ich dann eigentlich auch nicht machen. Das Licht von Bildschirmen ist unerträglich. Aber es wissen alle Bescheid und keiner ist böse, sondern mitfühlend. Jeder fragt nach ob es eh schon besser geht und beim nächsten Termin wird es schon klappen. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass ich so offen damit umgehe. Aber wie soll es auch anders gehen, früher oder später bekommen das eh alle mit.

Was mir auch über die Jahr etwas geholfen hat, ich bin damit bei weitem nicht alleine. Es gibt so viele Menschen die auch unter irgend einer Form von Kopfschmerzen leiden. Sei es Migräne, Cluster oder Spannungskopfschmerzen es gibt sehr viele verschiedene Arten. Immer wieder lerne ich Menschen kennen, die auch Migräne haben. So entstehen immer wieder Gespräche die mir Mut machen. Denn sobald die nächste Attacke kommt, fühle ich mich dann trotz allem wieder total alleine mit meinem Schmerz, bei dem keiner wirklich helfen kann.

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